Dienstag, 21. Januar 2020

George Orwell

Der englische Schriftsteller George Orwell

George Orwells 1949 erschienener Roman „1984“ gilt bis heute als wirkmächtigster Warnruf vor einem totalen Überwachungsstaat. Der Stoff beruhte auf biografischen Erfahrungen des Autors, der als Polizist in Burma arbeitete. Dort habe er „die Drecksarbeit des Empires“ erledigen müssen, wie er später notierte.     vor 70 Jahren gestorben
Von Christian Linder |  Audio

George Orwell - Spanish Civil War and Tea

Mittwoch, 8. Januar 2020

Viele stellen sich gegen die islamistische Despotie in IRAN

Trump gegen die Mullahs - aber da war doch noch was | Audio

Die Auseinandersetzung der USA mit Iran wird hierzulande fast ausschließlich aus dem Blickwinkel einer Kritik an der Politik Trumps gezeigt. Nun ja, Trump ist sicherlich ein großes Problem, aber für die Menschen im Irak ist der Standoff zwischen Trump und den Mullahs nicht das einzige Problem. Da gibt es etwa die in westlichen Medien nahezu vollständig ignorierte Protestbewegung im Irak und anderswo. Die Leute wollen sich nichtmehr herumschubsen und vereinnahmen lassen, nicht von der irakischen Regierung, nicht von irantreuen Milizen und auch nicht von der Politik Trumps. Trauerzüge für den getöteten Chef der Quds-Brigaden Qasem Solleimani hat es gegeben. Viele Trauerzüge wurden aber auch abgesagt. Gerade auch dort wo seine schiitischen Glaubensbrüder und -schwestern eigentlich stark sind. Ein Gespräch mit Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi. 

Dienstag, 7. Januar 2020

Clara Haskil

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/20/Clara_Haskil_fiatalon.jpg

Vor 125 Jahren geborenDurchbruch erst mit 50 – die Pianistin Clara Haskil

Clara Haskils Klavierspiel wurde bestaunt, gelobt, gefeiert – und dennoch sind Leben und künstlerische Karriere der Pianistin als beinahe tragisch zu bezeichnen. Denn beides wurde durch eine eher einsame Kindheit, durch Krankheit und nicht zuletzt zwei Weltkriege überschattet. Audio

Dienstag, 26. November 2019

Bettina von Arnim und die Romantik


Bettina Arnim | Bild: picture-alliance/dpa
heute, 26.11.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

Hüterin der Romantik: audio Link1

radioWissen

https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-1943698.html

Dienstag, 15. Oktober 2019

Helene Wessel

Helene Wessel war schon in der Weimarer Republik politisch aktiv, als Frauen im Parlament noch selten waren. In der jungen Bundesrepublik wurde sie als entschiedene Kämpferin gegen eine Westbindung und Wiederbewaffnung Deutschlands bekannt. Am 13. Oktober 1969 starb Wessel in Bonn. Von Monika Köpcke Link1
 | Annerkennung: Sie war als Katholikin eine kämpfende Antifaschistin. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 wurde Helene Wessel als „politisch unzuverlässig“ eingestuft. Bei der Abstimmung zum Ermächtigungsgesetz im Landtag hatte sie sich nach eigenen Angaben der Stimme enthalten.[1  | Jedoch - Das die Westbindung der BRD notwendig war, versteht sich für uns von selbst. Der bürgerliche und demokratische Rechtsstaat ist nicht perfekt, aber er ist eine emanzipatorische Errungenschaft, die man nicht negativ (z. B. zu einen Unstaat oder Clanherrschaft auflösen soll. Daher BRD und die westliche Zivilisation gegen die 'Feinde der abendländischen Freiheit' verteidigen!

Sonntag, 29. September 2019

Marzabotto

Italien vor 75 Jahren: 

 Marzabotto – Schauplatz eines bestialischen Verbrechens

Zerstörte Häuser, verbrannte Erde und 770 getötete Männer, Frauen und Kinder: Fünf Tage dauerte das Massaker von Marzabotto, das Einheiten der SS 1944 an der italienischen Zivilbevölkerung verübte. Der Ausmaß der bestialischen Morde hat bis heute Spuren in der Region hinterlassen.
Von Henning Klüver Audio: Link1

Das Massaker von Marzabotto war ein Rachefeldzug der Deutschen gegen die italienische Zivilbevölkerung (dpa)

Gekommen, um zu töten

Marzabotto gehört zur sogenannten Goten-Linie, die den Durchbruch in die Po-Ebene verhindern soll. Von vier Seiten aus machen sich Einheiten der Deutschen auf den Weg ins Hügel- und Bergland zwischen den Flüssen Setta und Reno. An diesem Morgen ist auch ein junges Mädchen, Angiolina Massa, zusammen mit einer Freundin unterwegs am Monte Sole, wo sie Angiolinas Vater treffen. Später erinnert sie sich:

„Als wir ankamen, rief mein Vater: ‚Geht zurück, die Deutschen sind schon da!’ Also gingen wir zurück. Wären wir geblieben, wären wir so wie alle anderen gestorben.“
Die Deutschen kommen mit der Absicht zu töten. Der durch die Täler fließende, militärisch wichtige Versorgungsverkehr war in den Wochen zuvor durch Aktivitäten der vom Monte Sole aus operierenden Widerstandsbrigade Stella Rossa empfindlich gestört worden. Im Tagesbefehl für die Operation heißt es:

„Ziel der Operation ist die Vernichtung der Partisanengruppen und die Säuberung des Feindgebiets zwischen dem Setta- und dem Reno-Tal.“

Populisten und ihr Feinbild

Gesellschaftskritik: Das populäre Feindbild der „kosmopolitischen Eliten“

Populisten von rechts und links und die selbsterklärte „bürgerliche Mitte“ haben ein neues Feindbild: das der globalisierten Eliten. Heute gelten Kosmopoliten mit höherer Bildung immer öfter als realitätsfremd und abgehoben, währenddessen die „einfachen Menschen“ ein natürliches Bedürfnis nach „Heimat“ hätten.
Von Bodo Mrozek  - Audio:  Link1

Beatlesfans erwarten 1966 die Landung der Band am Hamburger Flughafen: The British Invasion (picture alliance / AP / Helmuth Lohmann)
Früher war das Kosmopolitische ein erstrebenswertes Ziel auf dem Weg einer friedlichen Welt. Doch globalisierte Eliten dienen inzwischen häufig als Feindbild in einer nach rechts rückenden Gesellschaft. Die „einfachen Menschen“, so wird allenthalben betont, würden ihnen mit Hass und Verachtung begegnen, denn sie hätten ein natürliches Bedürfnis nach nationaler Heimat. Doch so holzschnitthaft wie dieser Gegensatz ist, so falsch sei er auch, sagt der Kulturhistoriker Bodo Mrozek.
© Suhrkamp Verlag
Bodo Mrozek
Jahrzehntelang haben gerade Menschen aus bildungsfernen Milieus die Internationalisierung der Kultur vorantrieben – gegen den vehementen Widerstand der Eliten. In seinem Essay widmet er sich der Frage, warum Menschen mit höherer Bildung heute noch immer ein Integrationsdefizit haben. ...


"Pop ist heute nicht mehr per se politisch" – anders als früher

 

Das waren noch Zeiten, als Pop Rebellion verhieß. Bessere Zeiten? Halbstarke galten als potenziell kriminell, die negative Wirkung von Popmusik wurde an Fischen getestet. Heute ist das Verhältnis von Politik und Pop komplizierter, sagt Bodo Mrozek. Audio: Link2

Zu - Die Schlechtere Zukunft | Deutsche Untergangsphantasien:
Eine Frage: War früher die Zukunft besser, heute wird in Diskursen viel von Bevölkerungsaustausch (Migration) und Weltuntergang (Klimawandel) geredet. 

Miles Davis

  Der Musiker, der den Jazz neu erfand Ein Ton genügt – und man erkennt ihn sofort: Miles Davis. Der Trompeter revolutionie...