Samstag, 1. April 2023

Hans Litten

 


"Er trat den Nazis schon früh entgegen, meist vor Gericht: Hans Litten war Rechtsanwalt und vertrat vor allem SozialistInnen und KommunistInnen. Auch Opfer des berüchtigten SA-Sturmes 33 zählten zu seinen Mandanten. Er war den Nazis ein Dorn im Auge und vor allem: er wurde zu Hitlers persönlichem Feind. Denn Hans Litten hatte Hitler vor allen Augen bloßgestellt – als er ihn 1931 in den Zeugenstand berief und in die Enge trieb. Als Hitler an die Macht kam, wurde Litten sofort festgenommen. 5 Jahre lang versuchte seine Mutter ihren Sohn freizubekommen. Vergeblich. Irmgard Litten schrieb ihren jahrelangen Kampf später nieder, und daraus ist nun ein Hörbuch entstanden. Dort zu hören ist ihre Enkelin Patricia Litten. Sie ist Schauspielerin, war lange am Nürnberger Schauspielhaus und ist die Sprecherin des Hörbuchs mit dem Titel „Trotz der Tränen: Hans Litten“. Heike Demmel sprach mit Patricia Litten über das Schicksal ihrer Familie." (Text, Quelle & MP3: http://www.freie-radios.net/57887)

Samstag, 4. März 2023

Die Betroffenen berichten | Mittagsmagazin nach der Hausdurchsuchung bei Radio Dreyeckland 17.01.23

 


Am morgen des 17.01.23 standen jeweils um die 8 Polizist*innen bei zwei unserer Redakteuren auf der Matte um ihre privaten Räumlichkeiten zu durchsuchen. Dabei wurden digitale Datenträger entwendet. Im Anschluss stand die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss in den Räumen unseres freien Senders Radio Dreyeckland in Freiburg. Die Begründung der Staatsanwaltschaft: "Verstoß gegen das Vereinigungsverbot". RDL habe sich als "verlängerter Arm" des verbotenen "Vereins" linksunten.indymedia betätigt, da ein Beitrag vom August 2022 zur Einstellung des Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Betreiber*innen der Website einen Link enthält auf das Archiv ebenjener Website. Dieses Archiv ist weiterhin unter der ursprünglichen, allseits bekannten Internetadresse zu finden - und auch das erste Resultat einer Google-Suche nach "linksunten indymedia". Dennoch rechtfertige diese Verlinkung den schwerwiegenden Eingriff in die Pressefreiheit, so die Staatsanwaltschaft Karlsruhe.

Die Betroffenen bei Radio Dreyeckland sind alle etwas durch den Wind, dennoch berichteten wir live im Mittagsmagazin von den Hausdurchsuchungen und deren Hintergrund. In der Sendung stellten unsere Redakteure klar, weshalb sie diese Durchsuchungen als einen nicht hinnehmbaren Eingriff in die Pressefreiheit, den Schutz unserer Quellen und unserer Redaktion sehen.

Hier könnt ihr die ganze Sondersendung in unserem Mittagsmagazin Punkt 12 nachhören. https://rdl.de/beitrag/mittagsmagazin-nach-der-hausdurchsuchung-bei-radio-dreyeckland-170123

Donnerstag, 25. August 2022

Antisemitismus im Nah-Ost-Konflikt und in der Kunst der postbürgerlichen Gesellschaft

 


Antisemitismus im Nah-Ost-Konflikt und in der Kunst der postbürgerlichen Gesellschaft, Teil 1 

Bearbeiteter Mitschnitt der anlässlich des Antisemitismusskandals bei der 15. Documenta veranstalteten Tagung des Bündnisses gegen Antisemitismus Kassel vom 16.7.2022 im Kasseler Phillip-Scheidemann-Haus. https://www.freie-radios.net/116941

 Antisemitismus im Nah-Ost-Konflikt und in der Kunst der postbürgerlichen Gesellschaft, Teil 2

 https://www.freie-radios.net/116942

Antisemitismus im Nah-Ost-Konflikt und in der Kunst der postbürgerlichen Gesellschaft, Teil 3

 https://www.freie-radios.net/117018

 
ID 117018
 
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Info: Antisemitismus im Nah-Ost-Konflikt und in der Kunst der postbürgerlichen Gesellschaft

Eine Tagung am 16. Juli 2022 in Kassel. Beginn 14:00 Uhr
Phillip-Scheidemann-Haus, Holländische Str. 72

Mit der Einladung des Kollektivs „The Question of Funding“ aus Ramallah wurde eine antiisraelische Künstler- und Aktivistengruppe zur documenta 15 eingeladen. Unsere im Zusammenhang dieser Einladung getätigten Recherchen förderten zu Tage, dass zahlreiche Funktionäre und Macher der Kunstausstellung zur antiisraelischen und bisweilen auch antisemitischen „israelkritischen“ Szene der Kulturschaffenden gehören. Dieses Phänomen ist nicht ganz neu, das Gespräch mit Edward Said auf der documenta 10, die „antizionistische Giraffe“ des Künstlers Peter Friedl auf der documenta 12 und der Auftritt des Antisemiten Franco Berardi auf der documenta 14 verweisen darauf, dass wir es mit einem systematischen Zusammenhang zu tun haben.

„Aber BDS ist eine breite und vielschichtige Bewegung, in der leider Antisemitismus nicht ausgeschlossen ist, die aber auch weltweit von einer Vielzahl von Kulturschaffenden unterstützt wird – die dies als Zeichen friedlichen Protests in Ausübung von Kunst und Meinungsfreiheit verstehen.“ Dr. Sabine Schormann (Generaldirektorin documenta).

„Mit dem indonesischen Künstlerkollektiv ruangrupa kuratierten 2022 zum ersten Mal Vertreter aus Asien die documenta, die auch die Perspektive des globalen Südens berücksichtigen.“ Christian Geselle (Aufsichtsratsvorsitzender documenta GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Kassel)

Stehen diese beiden Zitate für die Problematik die sich in der skandalösen Entwicklung der Debatte um die manifeste Israelfeindlichkeit, den Antizionismus und teilweise auch den Antisemitismus im Zusammenhang der aktuellen documenta 15 ausdrückt? Stehen sie für die Ignoranz oder die schlichte Unkenntnis darüber, mit wem wir es mit der antisemitischen Bewegung BDS zu tun haben? Was hat dies alles mit der politischen Ideologie der postmodernen Linken, insbesondere der des Postkolonialismus zu tun? Es scheint uns kein Zufall zu sein, dass das Konzept der documenta 15 sich wie eine Mischung aus dem „Tag der Erde“, einem Tag der Offenen Tür eines Eine-Welt-Ladens oder als ein Potpourri des Veranstaltungskalenders des Palästina-Fan-Clubs aus dem Café Buch-Oase liest. Gibt es also eine notwendig ideologische Nähe der documenta-Macher zu den Volkstumskämpfern im Nahen-Osten und worin liegt diese begründet? Was hat die stoische Abwehrhaltung und das fehlende Problembewusstsein der politisch Verantwortlichen in Stadt und Land angesichts der geladenen Gäste und der politischen Schlagseite der documenta-Macher zu bedeuten?

Diesen Fragen wollen wir auf zwei Podien nachgehen.


Der Ankündigungstext der Tagung findet sich unter https://bgakasselblog.wordpress.com/2022...
Bester Dank für die Bereitstellung der Aufnahme geht an das Freie Radio Kassel.

 
 

Donnerstag, 24. März 2022

Operation Solidarity- Perspektiven eines ukrainischen Anarchisten

 


Salem von Operation Solidarity schildert im Rahmen der Veranstaltung "Against the states and the militarization of the planet" die derzeitige Situation der antiauthoritären Organisationsstrukturen in der Ukraine. Wir haben Teile davon übersetzt.
Die komplette Veranstaltung findet Ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=E0-M_voH-Bc

(A-Radio) The Final Straw: Russische Anarchist*innen gegen den Krieg

 Wir präsentieren euch hier die deutsche Übersetzung eines Interviews, das unsere Freund*innen von The Final Straw Radio mit einem Anarchisten aus Russland geführt haben, der am Projekt avtonom.org beteiligt ist. https://www.freie-radios.net/114618

Das Orignalinterview wurde am 13. März 2022 veröffentlicht. Das Interview erlaubt unter anderem Einblicke in die Situation in Russland und den Widerstand innerhalb der Bevölkerung gegen den Krieg in der Ukraine. Auf der verlinkten Seite des Originals findet ihr auch die im Interview erwähnten Links und Möglichkeiten, Geld via Kryptowährungen zu senden.

Feedback und Kommentare bitte an: aradio-berlin/at/riseup(.)net (aradio-berlin.org)

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Glenn Miller | In Memory

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:GlennMillerMonumentGroveStCemeteryNewHavenCT04152008.JPG 
 Alton Glenn Miller (* 1. März 1904 in Clarinda, Iowa; † 15. Dezember 1944 vermutlich bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal) war ein US-amerikanischer Jazz-Posaunist, Bandleader, Komponist und Arrangeur der Swing-Ära. Er zählte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zu den erfolgreichsten Musikern der Vereinigten Staaten. Mit seinem „Glenn Miller Orchestra“ schuf er weltweit bekannte Titel wie Moonlight Serenade, In the Mood, American Patrol und Chattanooga Choo Choo.https://de.wikipedia.org/wiki/Glenn_Miller


Glenn MillerVerschollen über dem Ärmelkanal

Er erfand den Soundtrack der Vorkriegszeit und verdiente prächtig mit seinem schmeichelnden Bigband-Swing. Dann verschwand er – für immer. An einem Wintertag 1944 stieg der Jazzmusiker Glenn Miller in eine Propellermaschine und kam nie am Ziel an. Von Simonetta Dibbern | 15.12.2014

https://www.deutschlandfunk.de/glenn-miller-verschollen-ueber-dem-aermelkanal-102.html

Miles Davis

  Der Musiker, der den Jazz neu erfand Ein Ton genügt – und man erkennt ihn sofort: Miles Davis. Der Trompeter revolutionie...